Freitag, 22. Februar 2008

2 Tage Trekking-Tour

Am 20.02.08 starteten wir- Rosi, Andy, Ruediger und ich - unsere 2-taegige Trekking-Tour durch den Nationalpark. Am Geburtstag sollte man sich einen schoenen, relaxten Tag machen, sich verwoehnen lassen ..Aber es sollte anders kommen.
Der Trip fing mit leichtem Regen an. Die ganze Nacht hat es wie mit Eimern geschuettet. Das wird ja wohl eine feuchte u. kalte Angelegenheit. Die Tagesrucksaecke waren voll gepackt mit warmen Klamotten, dann auch entsprechend nicht so leicht. Die Gruppe bestand aus 8 Leuten

- Charli aus Texas (27 J.) - David aus Schottland (36 J.) - Dorina aus Schottland (33 J.)
- David aus New Zealand (29 J.) - Rosi aus Karlsruhe (40 J.) - Andy aus Karlsruhe (43 J.)
u. 2 englischsprechenden laotischen Guides - Thong und Mae.

Auf dem Programm stand 2 Tage a' 6 Std. Trekking, Uebernachtung in einem Dorf der Lanten.
So nun gings los. Die ersten 10 Minuten gingen schon sehr steil bergauf. Der Boden schlammig, kleiner Trampelpfad ueber Stock und Stein. Ich kam schon voellig aus der Puste, Schweiss lief schon, Beine schmerzten, eierte in dem Matsch - fuerchterlich. Ich wollte schon die Tour ab-sagen, wenn das so weitergeht, halte ich nicht durch. Nein, kein Meter weiter. Dann kam doch der innere Drang, "nicht aufgeben". Jetzt oder garnicht. Denn Mitten im Busch gibts kein zu-rueck mehr. Also, auf die Zaehne beissen und durch. Unsere Guides schnitten uns erstmal schoene Walking-Sticks. Die waren schon eine gute Hilfe. Man konnte sich so mal abstuerzen oder hochhieven. David (New Zealand) huschte flott mit seinen Flip Flops durch die Buesche, erstaunlich u. bemerkenswert. Ueberhaupt die unter 30zig Jaehrigen waren recht flott unter-wegs.

Der Trampelpfad setzte sich fort, steil nach oben, glischig, holprig. Wir kamen alle gut ins Straucheln, ein Gerutsche . Ich u. auch Ruediger musste kleinere Abstuerze hinnehmen. Wir sahen echt lecker aus, voller Schlamm u. Dreck. Aber weiter gings. Mae - laotischer Guide - erbarmte sich mit mir u. schleppte meinen Rucksack u. war auch so staendig an meiner Seite, um mir im wahrsten Sinne des Wortes unter die Arme zu greifen. Der Urwald ist schon bombastisch, die hohen Palmen, Bambus, andere viel-faeltigen Pflanzen. Der Nationalpark ist sehr gebirgig. Wir machten 600 Hoehenmeter u. das bei diesem Trampelpfad, Matsch, Steinen, Wurzeln. Nach 3 Stunden die Mittagspause. Wir wurden durch ein sehr leckeres Essen (Bamboosuppe, Chicken, Roti, Spinat, Klebereis...)belohnt, serviert mitten im Busch auf Bananenblaettern. Super gut, so gemuetlich u. urspruenglich. Wir haben inzwischen schon eine gute Esstechnik mit dem Klebereis u. Fingern entwickelt. Echt lecker. Fuer unser Auftanken von Energie fuer den weiteren Weg ganz notwendig.
Jetzt gings es nur berg ab. Die Fussgelenke wurden mortz angestrengt. Das Rutschen wurde natuerlich noch mehr. Fix und foxi, "ich will hier raus"...Aber alle waren gut am Stoehnen, aber es wurde auch viel gelacht u. gefrozzelt - Situationskomik. Thong nannte mich schon ganz liebevoll "Mam".
So langsam ging es ins Tal u. endlich mal 1 Stunde recht ebben gehen, erholsam. Dann erreichten wir nach insgesamt 7 Stunden unsere 1. Tagesziel das Lanten-Dorf. BeerLao war schon in einem Eimer mit kaltem Wasser bereitgestellt fuer die Helden. Schluerf, das war gut, brachte wieder Leben in den Koerper. Wir genossen alle das kalte Bier, so gut hat es lange nicht mehr ge-schmeckt. Das haben wir uns ja wohl alle hart erarbeitet.
Unsere Unterkunft - eine etwas groessere Bambushuette mit einem hohergelegenen Plattform (Schlafplaetze mit duennen Matrazen u. Moskitonetz). Eine gemuetliche Sitzgelegenheit draus-sen ueber dem Fluss. Nach unserer Ankunft und zu unserer Begruessung versammelte sich erstmal das ganze Dorf - Kinder, Frauen, Maenner, shwarze Schweine (gross u. klein), Hunde, Huehner , also alles was dort so lebt. Wir wurden beaeugt, angelaechelt. Die Menschen sind so toll, aufgeschlossen, freundlich, aber auch zurueckhaltend. Es wurde uns natuerlich auch alle kunsthandwerkliche Arbeiten zum Kauf angeboten, aber sehr zurueckhaltend u. nicht auf-dringlich, angenehm.
In unserer Huette wurde dann Feuer angemacht, um unser Dinner herzurichten. Wir tummelten uns noch was im Dorf herum u. sprachen ueber unsere Heldentaten u. Schmerzen. Andy zog seine Schuhe aus. Oh, was ist das - Blutegel, ih, ih, ih. Alle kontrollierten hektisch ihre Schuhe und Beine .
Aber diese nette Tierchen werden uns noch am naechsten Tag begleiten.
Das Abendessen entschaedigte uns fuer diesen ach so harten Tag. Es waren kleine Tische u. Hocker aufgestellt. Kerzen machten so ein ganz romantisches Licht. Das Essen war eine Wucht. Natuerlich wieder viel Gemuese, Chicken, Pork, Beef, Klebreis, Bamus- und Rattansuppe, lecker, lecker. Als Nachtisch wurde mein Geburtstagskuchen in Form von Schokoriegel serviert. Nach so einem Tag, kam die Schokolade schon gut. Das Ganze wurde dann noch mit Thaiwisky abge-rundet. Kein Wunder, dass die Rucksaecke so schwer waren.
Diesen Geburtstag werde ich wohl nie vergessen.
Die Nacht war fuer mich sehr unruhig. Habe total viel getraeumt, wirres Zeug - von einem kleinen gruenen Schweinchen mit Krokodilsschwanz, was staendig unter meinen Kuechentisch gekackt hat. Musste wohl sehr viele Eindruecke verarbeiten. Aber die kleinen schwarzen Schweinchen hier sind wirklich suess, koennte eins als Spielkamerad fuer Rocky mitnehmen.

Der 2. Tag verlief etwas gemaechlicher, nicht ganz so anstrengend oder wir waren inzwischen besser trainiert. Doch heute war unser Feind die Blutegel. Ruediger hatte direkt 7 Stueck. Andy u. Rosi mochten sie auch. Bei mir sind sie nur nach einem kleinen Ausrutscher auf den Ruecken gesprungen u. Mae hat sie liebevoll abgepflueckt. Anscheinend moegen die Egel auch Beer Lao u. habens deshalb besonders auf die Deutschen abgesehen.
Spektakulaer war die Fussueberquerung. Bis auf Unterhose u. T-Shirt alles aus. Die Guides brachten unser Gebaeck in Sicherheit. Hab mir gar keine Gedanken gemacht, was hier alles so rumschwimmt. Aber es war eine gute Abkuehlung. Wieder ueber Stock u. Stein ging es den Berg wieder hoch zum naechsten Tal.
Zum Lunch machten wir Pause. Wir wurden von 2 Laoten in Empfang genommen, die schon ein Barbeque fuer uns vorbereitet haben. Es gab gegrillte Ente und Wasserbueffel. Wieder wurde unsere Naturtischdecke (Bananenblaetter) ausgebreitet. Ueber dem Feuer wurde noch in Bambusrohren ein Rattan-Suppe (schmeckt aehnlich wie Spargelsuppe) gekocht. Dazu gab es na-tuerlich Klebereis, Spinat.... Einfach genial. Mir hat der Wasser-bueffel besonders gemundet. Bald faengt ja bei uns in Germany ja auch wieder die Grillsaison an, waere ja mal eine Alternative.

Nach insgesamt 6 Stunden sind wir am Ziel angekommen, wiederum in einem Dorf der Lanten. Dort holte uns dann ein Auto ab. Zum Abschluss im Dorf mussten wir natuerlich noch einen Lao Lao (hochprozentiger Reisschnaps 50 %) probieren. Charli schuettelte sich, nippte nur wenig, aber wir Deutschen sind da schon anders gebaut. Zack, zack, Kopf in den Nacken. Die Laoten staunten nicht schlecht. Alle waren auf Wolke sieben, erleichert, stolz auf unsere Leistung. Auf der Rueck-fahrt haben wir gesungen, unsere Lied von dem roten Pferd ist besonders gut angekommen.
Nach Rueckkehr in Luang Namtha genehmigten wir und unsere uns erstmal paar Beer Lao. Oh, Oh, Oh. Das Duschen war ein Luxus und ueberhaupt. Wieder zurueck in der Zivilisation. Uns hat die Urtuemlichkeit, das Leben von vor 100 Jahren (min-destens) in den Bergdoerfern angesprochen, fasziniert., ebenso die grandiose Landschaft -schade beim Trekken kamen wir nicht so dazu es genau zu betrachten u. aufzunehmen.

Ein grosses Lob ist den 2 Guides auszusprechen. Sie haben sehr auf Sicherheit geachten u. waren sehr hilfsbereit. Es war sehr gut u. professionell organisiert, gaben viele Infos und vorallem Thong war super gut drauf, hat die Gruppe begeistert u. immer wieder aufgebaut.

Liebe, liebe Gruesse an unsere Mitstreiter: Charli, David (NZ), David u. Dorina aus Schottland und aller liebst Rosi u. Andy

Wir waren ein tolles Team. Es hat viel Spass gemacht.

Trotz der Anstrengung u. oft Verfluchen, die Idee zum Trekken gehabt zu haben, wollten wir diese Erfahrung nicht missen. Es ist ein tolles Gefuehl ueber seine Grenzen gegangen zu sein, um dadurch zu Wachsen.





Ruediger- Judith - Rosi


David - Thong - Doreena - David (NZ) -Andy


Charly

Please check this point the next days, i put the link for more pictures here !!!


1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag - nachträglich - aber wir hatten einfach keine Zeit.
Fertig schaust aus - ich wäre nach dieser Strapaze tot, von den Egeln ganz zu schweigen.
Also grüßen: Kony, Sabine, Melanie, Angelika, Monika, Tanja, Michael, Helmut und Gerhard